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Die Gemeinde Ismaning hat sich bewusst für einen Ausbau der Gemeindewerke, für eine Aufgabenübernahme entschieden: Im Jahr 2000 haben die Gemeindewerke die Stromversorgung und 2005 die Gasversorgung übernommen. Bürgermeister Michael Sedlmair, 2. stellvertretender Vorsitzender des Bayerischen Städtetags: "Wir achten auf Bürgernähe. Unsere Bürger sind mit ihren Gemeindewerken Ismaning zufrieden. Die Gemeindewerke genießen hohes Vertrauen der Bevölkerung. Ein Gemeindewerk in kommunaler Hand gibt die Chance für die Bürger zur demokratischen Kontrolle. Die Bürger können über ihr Gemeindewerk mitbestimmen. Die Gemeindewerke bieten die Gewähr, dass die Einnahmen wieder an die Gemeinde und damit an die Bürger zurückfließen. Nicht zu unterschätzen ist die Tatsache, dass Stadtwerke und Gemeindewerke inzwischen zu den soliden Gewerbesteuerzahlern in Städten und Gemeinden zählen. Die Einnahmen fließen in Ismaning auch in den Neubau eines neuen Hallenbades". Die Gemeindewerke Ismaning bieten eine komplette Versorgung und Entsorgung aus einer Hand. Zusätzlich zu Energie, Wasserversorgung und Abwasserentsorgung kommt die teilweise Wärmeversorgung einzelner Ortsteile. Und: Die Gemeindewerke betreiben die Tiefgarage und das Ismaninger Hallenbad, das derzeit neu errichtet wird. Sedlmair: "Die Geschichte der Daseinsvorsorge in Ismaning reicht weit zurück. Noch heute erinnert unser alter Wasserturm an diese Tradition. 1898 hat sich die Gemeinde erstmals überlegt, von den eigenen Hausbrunnen auf eine gemeindliche Wasserversorgung umzustellen". Daseinsvorsorge in kommunaler Hand ist laut Sedlmair nicht nur etwas für die großen Stadtwerke: "Gerade auch für kreisangehörige Gemeinden und Städte sind Einrichtungen der Daseinsvorsorge in kommunaler Hand eine enorme Entwicklungschance. Damit schafft jede Gemeinde ihre Grundlagen für die Zukunft und kann aktiv gestalten". Aktuell öffnet sich die Chance, kommunale Versorgungsstrukturen auszubauen oder neu zu schaffen: Da im Jahr 2011 über 1.000 Konzessionsverträge für Strom und Gas in Bayern auslaufen, stellt sich die strategische Frage, ob Städte und Gemeinden diese Zäsur nutzen, um ein neues kommunales Unternehmen aufzubauen. Sedlmair: "Ob die Netzübernahme eine Chance ist, um die lokale Energieversorgung unabhängig von den großen Konzernen selbst zu gestalten, ist vor einer Entscheidung über eine Konzessionsvergabe zu prüfen. Welche Möglichkeiten eine Kommune hat, ob sich Handlungs- und Gestaltungsmöglichkeiten eröffnen, muss konkret untersucht werden". Bayerische Städte und Gemeinden überlegen derzeit auch, stärker in die Beteiligung an regenerativen Kraftwerken einzusteigen: "Wir haben uns dazu entschieden, uns auch um die Energieerzeugung zu kümmern. Wenn es für einen Einzelnen zu schwierig ist, kann eine interkommunale Zusammenarbeit angesagt sein. Wir haben uns mit anderen z. B. an den Innkraftwerken beteiligt", sagt der Ismaninger Bürgermeister. Die interkommunale Zusammenarbeit mehrerer Kommunen öffnet einen zusätzlichen Weg, um den Sprung in Richtung regenerativer Energiegewinnung zu tun.
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